Was es nicht alles gibt

Veröffentlicht auf von Margot

Gestern war der Tag, um eine lästige Erledigung zu tätigen, was dann letzendlich mit einem eindeutigen Beweis meines Suchtverhaltens endete, und das kam so:
Im Frühjahr habe ich mir einen CD-Player gekauft, wunderbares Gerät, toller Sound, war sehr zufrieden. Doch plötzlich vor einigen Wochen hat er nicht mehr funktioniert. Ärgerlich. Gut, Garantiezeit zwei Jahre, das kommt meinem Hang, ärgerliche Dinge aufzuschieben, sehr entgegen. Jetzt ist dieser kaputte CD-Player also einige Wochen vor meiner Nase herumgestanden und hat mich ständig daran erinnert, dass ich einmal etwas unternehmen sollte, und gestern ist tatsächlich der Tag gekommen. Bepackt mit einem großen Pinkel haben wir uns auf den Weg zu dem namhaften Elektrogerätegeschäft gemacht, wo ich ihn erworben habe, das Service-Center aufgesucht und den Stein des Anstoßes abgeliefert. War doch alles ganz einfach, warum nicht früher?

In unmittelbarer Nachbarschaft des namhaften Elektrogerätegeschäfts befindet sich auch ein namhafter Supermarkt, den wir anschließend auch noch aufgesucht haben. Und was haben die dort in Augenhöhe, so dass man eigentlich nicht dran vorbei kommt, platziert? Richtig, Wolle! Die denken sich offenbar überhaupt nichts dabei, dass sie dadurch suchtgefährdete Menschen in Versuchung führen. Eigentlich wollte ich ja auch gar nicht, habe mich tapfer gewehrt, aber ungelogen, die Wolle ist mir dann einfach von selbst in den Einkaufswagen gesprungen. Hannes kann's bezeugen, er war dabei, so ungefähr hat es sich abgespielt.

 


Was ich auf euren Seiten immer wieder bewundere, das sind die oft ungeheuren Mengen an Wolle, die ihr hortet. Mein Wolllager befindet sich im Vorzimmer und besteht aus dem nebenan abgebildeten maroden Kästchen. Ich habe mir geschworen, dass ich nie mehr kaufe, als da drinnen Platz hat. Bisher habe ich mich auch daran gehalten, wobei ich gestehen muss, dass ich bald die Wolle hineintreten muss, um nicht wortbrüchig zu werden.

Liebe Grüße

 

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