Meditieren

Veröffentlicht auf von Margot

In einem von diesen Blogs, bei denen ich mich herumtreibe, habe ich gelesen, zu stricken wäre so ähnlich wie meditieren. Dem kann man eigentlich nur zustimmen.
Für mich ist das Stricken eine wunderbare Möglichkeit abzuschalten. Oft geht es mir so - speziell nach einem langen Arbeitstag - dass ich erst einmal Zeit brauche, um wieder im Alltag anzukommen. Dann setze ich mich einmal hin, trinke eine Tasse Kaffee und bemühe mich, den Kopf frei zu bekommen. Normalerweise funktioniert das auch. Eine ähnliche Wirkung hat auch das Stricken.
In meiner Arbeit habe ich Kontakt zu sehr vielen Menschen, und oft kommt es auch vor, dass sie einem alle möglichen Geschichten erzählen. Ich höre ihnen gerne zu. Sie erzählen von ganz alltäglichen Begebenheiten, manchmal auch von kleineren und größeren Sorgen, manchmal von wirklichen Katastrophen, die ihnen geschehen sind. Wenn ich dann nach Hause gehe, habe ich oft den Kopf voll mit Geschichten, die nicht in Büchern stehen, sondern die wirklich passiert sind. Als ich noch ziemlich neu in der Bücherei war, habe ich diese Geschichten alle mit nach Hause getragen und war dann auch oft tagelang damit beschäftigt, darüber nachzudenken.





Aber ich denke doch, dass das Privatleben eine völlig eigene Sache ist und man Beruf und Privates peinlich genau trennen sollte. Ich glaube, das ist wichtig für die geistige Gesundheit. Naja, das hört sich jetzt wahrscheinlich sehr geschwollen an, aber im Großen und Ganzen ist es so. Darum finde ich es sehr wichtig, den Kopf leer zu bekommen, sobald ich die Arbeit hinter mir gelassen habe. Und da sind wir jetzt endlich wieder beim Stricken, denn das Stricken bewirkt bei mir genau das. ich sitze da, meine Hände sind beschäftigt, und irgendwann nach nicht langer Zeit haben wieder andere Gedanken im Kopf Platz. Es ist wirklich entspannend. Aber da erzähle ich euch wahrscheinlich nichts Neues, das wisst ihr ja selber alles.














Diesmal gibt es wieder Bilder aus dem nebeligen Salzburg zu sehen, ein paar Schnappschüsse aus dem Mirabellgarten. Ich habe mich bemüht, die Touristenhorden auszublenden, aber ganz ist mir das nicht geglückt.
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iphigenie 02/09/2009 12:59

..da stöbere ich so druch deinen blog und werde mir auch noch mehr Zeit dazu nehmen...oh der Mirabellgarten...ich habe 1995 in Salzburg geheiratet und schwupps kommen die Erinnerungen an den schönen Tag dort. Salzburg die Stadt meiner Traumhochzeit;-) eine Inspiration für ein blog Thema meinerseits;-) Traumhafte Bilder. lg Manuela

Margot 02/11/2009 21:34


Da habe ich dich womöglich sogar gesehen bei deiner Hochzeit. Damals habe ich noch im Schloss Mirabell gearbeitet und mich immer gefreut über die vielen glücklichen Paare. Da muss ich dann wohl bei
dir nachschauen kommen, wozu dich das inspiriert hat!
Liebe Grüße von Margot


KERSTIN 11/07/2008 12:28

Liebe Margot, Arbeit und Freizeit trennen da kann ich auch ein Lied von singen. In der Altenpflege passiert so einiges bis hin zum Tod, ich lasse vieles auf der Arbeit dennoch nutze ich Erzaehltes schon auch fuer eigene Zwecke. Oder der Umgang mit dem Tod, den lasse ich nicht auf der Arbeit doch 50% und die anderen 50% die krame ich ins eigene Leben. Und OH JA JEGLICHE FORM DER FREIZEITBESCHAEFTIGUNG KANN WIE MEDITATION HELFEN, ist bei mir auch so!Lb.Gruesse

Nina 10/25/2008 20:09

Hallo Margot

Danke für die traumhaften Impressionen. Ich kann mich kaum satt sehen daran .

Herzlichst
Nina