Hollodris usw.
Neueste Meldungen: Bei meiner Lilli bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich alles überstanden hat. Gestern hat sie zaghaft wieder zu fressen begonnen, was bewirkt hat, dass ich heute wieder einmal Erbrochenes aufwischen durfte. Werde morgen wohl noch einmal die Tierärztin kontaktieren.
Der "Damenabend" war sehr nett und anregend, weltbewegende Dinge wurden besprochen, Wein getrunken und spät geschlafen.
Noch wesentlich weltbewegendere Dinge kann ich euch aber heute erzählen. Wie ich ja schon hin und wieder geschrieben habe, bewege ich mich im Stadtgebiet grundsätzlich mit dem Bus vorwärts, täglich mindestens zweimal. Und da gibt es seit einigen Jahren diese Sitte, dass die Leute in ihr Telefon hineinschreien, ihre intimsten Geheimnisse preisgeben und man sich eigentlich gar nicht dagegen wehren kann, das alles zu erfahren. Ich bin ja auch durchaus ein neugieriger Mensch, und so kommt mir dieses Mitteilungsbedürfnis der Mitreisenden ganz gelegen. So habe ich heute zum Beispiel hautnah ein wahres Beziehungsdrama mitbekommen - die junge Dame zwei Sitzreihen weiter hat sich tränenreich und sehr emotional am Telefon von ihrem Freund getrennt. Die nicht mehr ganz junge Dame neben mir hat ihrer Freundin genau die Krankheiten erklärt, unter denen ihre Mutter leidet, die Kompetenz der Ärzte in Frage gestellt und haarklein die Therapie beschrieben, der sich ihre Mutter unterziehen muss. Und dann war hinter mir noch eine andere Dame (ich habe mich umgedreht und mir ihr Gesicht angeschaut - man weiß
ja nie so genau, ob man die gesammelten Informationen nicht noch einmal brauchen kann), von der ich jetzt ganz genau weiß, wo in ihrer Wohnung sie ihre Unterwäsche aufbewahrt. Nicht nur ich weiß das jetzt - die Lautstärke war dergestalt, dass sämtliche Passagiere im Bus das jetzt wissen.
Ähnliche Erlebnisse habe ich jeden Tag, und manchmal frage ich mich wirklich: Muss das sein? Die arme kranke Mutter käme wahrscheinlich nie im Leben darauf, dem ganzen Bus voller wildfremder Leute ihre Leidensgeschichte zu erzählen, was der junge Mann angestellt hat, dass seine Freundin meint, sich von ihm trennen zu müssen, ist mir auch herzlich egal. Nur die Information mit der Unterwäsche, die war wirklich wertvoll...
Die heutigen Bilder haben mit dem Telefonverhalten meiner Mitmenschen übrigens absolut nichts zu tun, sie sind einfach Fundstücke vom Wegesrand.
Liebe Grüße

Der "Damenabend" war sehr nett und anregend, weltbewegende Dinge wurden besprochen, Wein getrunken und spät geschlafen.
Noch wesentlich weltbewegendere Dinge kann ich euch aber heute erzählen. Wie ich ja schon hin und wieder geschrieben habe, bewege ich mich im Stadtgebiet grundsätzlich mit dem Bus vorwärts, täglich mindestens zweimal. Und da gibt es seit einigen Jahren diese Sitte, dass die Leute in ihr Telefon hineinschreien, ihre intimsten Geheimnisse preisgeben und man sich eigentlich gar nicht dagegen wehren kann, das alles zu erfahren. Ich bin ja auch durchaus ein neugieriger Mensch, und so kommt mir dieses Mitteilungsbedürfnis der Mitreisenden ganz gelegen. So habe ich heute zum Beispiel hautnah ein wahres Beziehungsdrama mitbekommen - die junge Dame zwei Sitzreihen weiter hat sich tränenreich und sehr emotional am Telefon von ihrem Freund getrennt. Die nicht mehr ganz junge Dame neben mir hat ihrer Freundin genau die Krankheiten erklärt, unter denen ihre Mutter leidet, die Kompetenz der Ärzte in Frage gestellt und haarklein die Therapie beschrieben, der sich ihre Mutter unterziehen muss. Und dann war hinter mir noch eine andere Dame (ich habe mich umgedreht und mir ihr Gesicht angeschaut - man weiß
ja nie so genau, ob man die gesammelten Informationen nicht noch einmal brauchen kann), von der ich jetzt ganz genau weiß, wo in ihrer Wohnung sie ihre Unterwäsche aufbewahrt. Nicht nur ich weiß das jetzt - die Lautstärke war dergestalt, dass sämtliche Passagiere im Bus das jetzt wissen.
Ähnliche Erlebnisse habe ich jeden Tag, und manchmal frage ich mich wirklich: Muss das sein? Die arme kranke Mutter käme wahrscheinlich nie im Leben darauf, dem ganzen Bus voller wildfremder Leute ihre Leidensgeschichte zu erzählen, was der junge Mann angestellt hat, dass seine Freundin meint, sich von ihm trennen zu müssen, ist mir auch herzlich egal. Nur die Information mit der Unterwäsche, die war wirklich wertvoll...Die heutigen Bilder haben mit dem Telefonverhalten meiner Mitmenschen übrigens absolut nichts zu tun, sie sind einfach Fundstücke vom Wegesrand.
Liebe Grüße
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